Leinsamen – Die Wiederkehr einer Wunderblume

leinsamenLeinsamen – elfengleich tanzen die zarten Blüten im Wind. Sie verzaubern den Rand der Felder mit ihrer zarten Schönheit.

Die Farbe der Blüten reicht von weiß, himmelblau, bis hellrosa oder lila. Die Leinpflanze erreicht eine Höhe bis zu einem Meter und blüht von Juni bis August.

Der lateinische Name der Leinpflanze: Linum(Leinen) usitatissimum bedeutet vielfältige Nutzbarkeit und das hat auch die moderne Medizin erkannt. Im Volksmund wird diese Wunderpflanze auch Flachsbeere genannt.

Der Leinsamen gehört zu der Familie der Leingewächse und wächst in gemäßigten Klima. Es ist seine Vielfältigkeit die den Leinsamen zu einer der bedeutendsten Pflanzen macht.

Schon in der Steinzeit kannte man die Leinpflanze. Daraus wurden Seile hergestellt oder sie wurde zur Herstellung von Stoffen verarbeitet. Eigentlich ist Leinsamen eine Nahrungspflanze, wird als Nahrungsmittel aber selten genutzt.

Leinsamen ist auch eine Heilpflanze

Die Leinpflanze ist aber auch eine Heilpflanze und wird als vielseitiger Rohstoff genutzt. Die Blüten stehen in Rispen. Nach der Blüte entstehen Kapseln in denen sie ihre goldgelben Samen verbirgt. Und diese Samen sind bei vielen Leiden anwendbar.

Die Ballaststoffe, die die Leinsamen enthalten, haben gegen verschiedene Krebsarten eine Schutzwirkung. Das wurde von Pharmakologen nachgewiesen. Nimmt man täglich einen Teelöffel Leinöl zu sich, hilft dies einem Herzinfarkt vorzubeugen, da Leinsamen reich an Linolsäure ist und schädliche Ablagerungen in den Blutgefäßen verhindert.

Die Schleimstoffe der Leinsamenschale wirken schmerzstillend und beruhigend. Sie helfen bei Darmbeschwerden und sind als Abführmittel zu empfehlen. Leinsamenumschläge sind bei Gelenkschmerzen sehr wohltuend, genauso wie Öle als äußere Anwendung bei Atemwegserkrankung.

Zur inneren Anwendung werden sie in Tee und Speisen empfohlen. Die positive Wirkung der Linolsäure wurde auch bei Hauterkrankungen nachgewiesen. Leinsamen-Globuli werden jetzt auch in der Homöopathie angewendet. Sie wirken bei Heuschnupfen, Asthma und Blasenreizung.

Einen sehr interessanten Artikel zu einer Studie über die gesundheitsfördernde Wirkung von Leinsamen habe ich hier entdeckt: Studie beweist, Leinsamen kann Leben retten

Ein Hinweis für Schwangere: Während der Schwangerschaft sollten Sie auf Leinsamen wohl eher verzichten, da es gewisse Hinweise gibt, dass dieser das Risiko einer Frühgeburt erhöhen könnte.

So wird der Linum usitatissimum, der Leinsamen, seinen Namen gerecht: Vielfältige Nutzbarkeit.